Jetzt scheint es aber ein paar Kilometer weiter flussabwärts riesige Steinhöhlen zu geben in denen immer noch Steinmännle wachsen und sogar noch von einer Königin betreut werden! Ein paar mutige Erwachsene haben sich erst vor kurzem in diese Höhlen gewagt und sie so freigeräumt dass man einen Blick hineinwerfen kann und sogar mit den kleinen Steinmännle reden kann, wenn schon alt genug natürlich. Wir freuen uns alle diese alten Papierstücke abschreiben zu dürfen und zeigen hier schonmal eine der Geschichten die darauf zu lesen sind.
Am heutigen Samstag fand unter der Leitung von Harald K.Freund eine Veranstaltung zum Thema “Schmimmen, Tauchen, Wasserabhärtung und Steinmännle-Bauen” statt. Einige Kinder waren mit ihren Eltern trotz kühler Witterung der Einladung gefolgt und hatten viel Spass beim Erkunden der Ettlinger Alb zwischen Friedrichsbrücke und dem Albwehr bei der alten Schleuse.
Bis Anfang des 19.Jahrhunderts sah die Kanalgasse, die jetztige Zufahrt zum Kirchenplatz, noch ganz anders aus. Dort verlief der immer noch vorhanden Industriekanal, am östlichen Ettlinger Albwer in Höhe des Freibads von der Alb abzweigend und jetzt unterirdisch bis zur Wiedereinmündung in die Alb am Kirchenplatz.

Gäste aller Art werden gern bewirtet, es sollen auch schon Enten aus Grünwinkel ihre Mittagspause auf der innerstädtischen Alb verbracht haben. Weiter als bis hierhin ging es sowieso nicht, den Weg ins Albtal versperrte im Mittelalter ein Befestigungsbauwerk mit grossem Rundturm das auch ‘Gans’ genannt wurde.
So menschenscheu wie es scheint sind die Steinmännle in der Alb bei weitem nicht, sie wurden schon öfters gesichtet wie sie an schönen Sommertagen ausgelassen mit neugierigen Kindern spielen.
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Als die Glaubensboten das Christentum im heutigen Albtal verbreiteten, wurde der Teufel zornig und errichtete auf dem Berge, der in der Nähe der Teufelsmühle liegt, eine Burg. Die Leute erschraken. Der Glaubensbote aber klärte sie über das Teufelswerk auf und sagte ihnen, der Teufel habe aus Bosheit die Burg erbaut. Die Leute folgten dem Prediger und nahmen das Christentum an. Als der Apostel predigte, schrie der Teufel aus Wut so stark, dass man die Worte des Predigers nicht verstehen konnte. Dann vergoss er aus Zorn bittere Tränen. Aus ihnen bildete sich ein Bächlein, das später Alb genannt wurde.
Einst sollte über die Alb bei der sogenannten Teufelsmühle eine Brücke gebaut werden. Das Steingewölbe war bis auf den Schlußstein fertig. Da aber die Arbeiter diesen nicht herbeischaffen konnten, wurde der Baumeister wütend und fluchte. Plötzlich stand hinter ihm der Teufel, der zu ihm sprach: “Wenn ich die erste Seele, die über die Brücke geht, bekomme, so will ich den Stein hinlegen.” Der Baumeister war damit einverstanden. Hierauf legte der Teufel den Stein hin. Nachdem nun so die Brücke fertiggestellt war, ließ der Baumeister als ersten einen Hahn hinüber schreiten. Der Teufel wurde darüber wütend und stampfte mit seinem Fuss auf die Brücke zu, dass es ein Loch gab. Dieses Loch brachte man nicht mehr zu.
‘Badische Sagen, 1925 von Johannes Künzing. Abgetippt von Timo.
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