Es erwartete sie ein grosser Innenhof mit Wänden aus verschieden grossen Steinen die auch heute noch alle wundersam zueinandpassen. Schaut man genauer hin so sieht man überall in den Wänden kleine Steinmännchen, die sich aber noch nicht richtig bewegen können. Nur nachts, wenn im Innenhof das Lagerfeuer brennt, bewegen sie sich aber ab und zu und geniessen die Wärme, man muss aber genau hinsehen.
Die Menschen wunderten sich wie diese kleinen Steinmännchen in die Wände gelangt waren, oder waren sie einfach dort gewachsen? Also erforschten sie weiter die Gegend rund ums grosse Steinhaus bis sie ein kleines schmiedeeisernes Gitter an der Seite endeckten das Fledermäuse offenbar als Ein- und Ausgang für ihre nächtlichen Touren benutzten. Also musste dahinter ja noch etwas sein, Fledermäuse mögen Höhlen in denen sie den Tag verbringen können und dann nachts ausgeschlafen jagen können.
Zuerst auch fürchtertlich erschrocken, dann aber neugierig begannen die Menschen das entstandene Loch grösser zu machen, kletterten durch das Loch und trauten ihren Augen nicht!
Allerdings wunderten sich die Menschen und fragten die Königin warum um sie herum überhaupt keine grossen Steinmännle waren. Die Königin lächelte und meinte sie sollen doch mal im Nebenraum nachsehen, und tatsächlich fanden sie dort einen niedrigen schmalen Tunnel durch den sie kriechend wieder ins Freie gelangten.
Und oh Wunder: Sie standen direkt an der Alb! So also gelangen die Steinmännle von ihren Kinderzimmern in den Fluss und von dort weiter flussabwärts nach Ettlingen. Dort ist jetzt aber leider das Rathauswehr und das kleinere weiter unten an der Schillerbrücke im Weg, deswegen sieht man sie meistens mitten in der Stadt.
Früher war allerdings der Weg die Alb herunter schon an dem alten Wehr am Hallenbad zu Ende. Da es den Steinmännle dort zu langweilig wurde, das Schwimmbad hat ja nur im Sommer draussen offen, haben sie kurzerhand ein paar grosse Steine zu Hilfe gerufen und zusammen das Wehr einfach abgebaut. Den grossen Steinen hats dort dann so gut gefallen dass sie einfach gebleiben sind, und da auch heute noch wohnen. Die Steinmännle sind weiter albabwärts und, da dort viele Menschen sind, in der Innenstadt geblieben.
Jetzt können sie sich die Zeit mitten in Ettlingen vertreiben, sicher dauert es aber nicht mehr lange bis sie auch die Alb flussabwärts der Schillerbrücke und des Wasen bevölkern, Kinder zum spielen finden sie dort auch genug. Die Erwachsenen kommen dann schon auch und staunen, mitspielen trauen sie sich aber noch nicht so richtig.
(mjs/lm)
# Besucht Ettlingen » Blogarchiv » Klosterkeller Frauenalb on September 21st, 2009
[...] entstammen übrigens teilweise der erst kürzlich in einer alten Ettlinger Truhe entdeckten Sage von der Herkunft der Steinmännle im Albgau. #gallery-1 { margin: auto; } #gallery-1 .gallery-item { float: left; margin-top: 10px; [...]
# Besucht Ettlingen » Blogarchiv » Wod’ Steinmännle herkommed on September 22nd, 2009
[...] Steinmännle in der Alb Durch Zufall wurden bei Renovierungsarbeiten im Keller eines sehr alten Ettlinger Haus hinter einem der Kellerbalken ein paar alte Stücke Papier gefunden. Studiert man die genauer so muss wohl die Geschichte der Ettlinger Steinmännle überdacht werden, bisher dachte man sie stammen direkt von der Quelle bei Bad Herrenalb. Albquelle bei Herrenalb Jetzt scheint es aber ein paar Kilometer weiter flussabwärts riesige Steinhöhlen zu geben in denen immer noch Steinmännle wachsen und sogar noch von einer Königin betreut werden! Ein paar mutige Erwachsene haben sich erst vor kurzem in diese Höhlen gewagt und sie so freigeräumt dass man einen Blick hineinwerfen kann und sogar mit den kleinen Steinmännle reden kann, wenn schon alt genug natürlich. Wir freuen uns eines der alten Stücke abschreiben zu dürfen und zeigen die Ergebnisse hier natürlich. [...]